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Rückblick: Kunsthandwerkmarkt im Olympiapark München

14. August 2023

Sommerlicher Kunsthandwerkmarkt im Olympiapark München mit Marktständen im Grünen und der Silhouette von Olympiaturm und Zeltdach im Hintergrund.

Im August 2023 haben wir für ein Wochenende auf dem Olympiagelände in München gestanden, im Rahmen des dortigen Sommerfestivals. Statt vor historischen Fassaden wie sonst oft, war unsere Kulisse dieses Mal das weite Grün des Olympiaparks mit Zeltdach und Olympiaturm im Hintergrund.

Der Kunsthandwerkmarkt dort hat eine ganz eigene Atmosphäre: viel Platz, viel Grün, und ringsum das bunte Programm des Sommerfestivals. Zwischen Picknickdecken und Spaziergängen sind viele Besucherinnen und Besucher an unserem Stand hängengeblieben, neugierig auf handgemachte Keramik und Auftragsarbeiten aus dem Atelier.

Auf dem Tisch lag, was in den Monaten davor im Atelier entstanden war: Schalen, Teller und Vasen, jede von Hand an der Töpferscheibe gedreht und in leuchtenden Glasuren gebrannt. Weil unser Brennofen mit Solarstrom läuft, steckt in jedem Stück ein wenig Sonne aus Oberbayern, auch wenn es später in einer Münchner Küche steht. Viele Gäste haben genau das gespürt und die Stücke erst einmal in die Hand genommen, gedreht, über die Glasur gestrichen.

Ein Sommermarkt tickt anders als ein Weihnachtsmarkt. Statt Glühwein und Lichterketten gab es Eis, kurze Hosen und vor allem viel Zeit: Menschen, die ohnehin einen ganzen Tag im Park verbrachten, blieben länger stehen und fragten nach, wie so eine Schale entsteht und wie lange sie im Ofen braucht. Aus solchen Gesprächen werden oft die schönsten Auftragsarbeiten, weil man gemeinsam überlegt, was zum eigenen Zuhause passt.

Es war ein Markt, der uns in Erinnerung geblieben ist, gerade weil er so anders war als unsere sonstigen Termine in Holzkirchen oder der Münchner Altstadt. Vielleicht ergibt sich ja wieder einmal die Gelegenheit, im Olympiapark dabei zu sein.

Rückblickend hat uns eines besonders gefreut: Im hellen Sommerlicht kommen die Glasuren ganz anders zur Geltung als in einer Halle. Die Türkis- und Terrakottatöne leuchten, und die kleinen Unregelmäßigkeiten, die jedes Handstück hat, werden zum Teil des Charmes. Wer damals nicht dabei war, findet uns regelmäßig auf anderen Märkten in der Region oder meldet sich direkt für ein Stück aus dem Atelier.

Beatrix Diedenhofen